l e b e n s w e i s e
Mittwoch, 7. Mai 2008
Diesmal Rauchsignale aus dem Jenseits
feuerlibelle, Mi, 7. Mai. 2008, 22:01
ich bin weder abergläubisch, noch habe ich hexen- oder sektenähnliche neigungen und dem grunde nach glaube ich nur das, was ich sehe, fühle und begreife.
und ich glaube auch an gott - an meinen gott, ohne kirche.

n u n - , es ist jetzt schon der dritte fall, wo mich meine lieben verstorbenen mit gezielten zeichen oder signalen aus dem jenseits erschrecken, sodass ich mich dann wochen-/monatelang mit den folgen der schockwirkung herumplagen muss.
*
heute nacht um 1,45h bin ich ausgeräuchert worden. die hani hat mir ein rauchsignal aus dem jenseits geschickt, deren bedeutung mir zur stunde noch nicht ganz klar ist, zumal ich mit ihr alles irdische bis ins letzte detail besprochen habe. seit montag brennen für sie in der ganzen wohnung teelichter und, besonders geschützt in einer laterne ein kleines grablicht beim stiegenaufgang. die kleine laternenglastür lasse ich wegen eventuellem hitzestau immer offen. so auch diesmal.
gegen 1,30h wache ich auf, hustenanfall und eine beißende luft treibt mich aus dem schlafzimmer. mein erster gedanke – brand, feuer, aber wo? rase die 18 stufen hinauf und: oh gott, die laterne raucht und steht in flammen. mit einem kübel wasser war der brand gelöscht – es ist gott sei dank nichts passiert, weil ich noch grad rechtzeitig ausgewacht bin.
es hätte katastrophal enden können




*
als mein vater starb, konnte ich ein halbes jahr lang nicht einschlafen, weil er nachts ständig an der tür geklopft hat aber nicht herein wollte. (begründung: ich war sein ein und alles, wir konnten aber von einander nicht abschied nehmen, weil sein tod sehr plötzlich und völlig unerwartet kam. seine seele hat mich gesucht..) ich hatte dauer-angstzustände und konnte keine finsternis ertragen.
*
als meine mutter starb, wurde meine damalige komplett neu eingerichtete wohnung durch einen wasserschaden völlig verwüstet. die mittlere katastrophe habe ich erst nach der rückkehr von ihrem begräbnis wahrgenommen. (während meiner abwesenheit haben freunde, bekannte und nachbarn ein hilfstrupp organisiert und einige wertvollen gegenstände, kleinmöbel , alte bücher sowie bilder gerettet und in sicherheit gebracht). ich bin damals am rande des ruins und der verzweiflung gestanden.

ich glaube nicht an zufälle und schon gar nicht in solchen situationen. auf viele "warum"-fragen wird es wahrscheinlich keine antwort mehr geben ...

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Montag, 5. Mai 2008
Für Hani
feuerlibelle, Mo, 5. Mai. 2008, 23:18



wir sind in diesem erdenleben
uns nur auf zeit geschenkt,
einander nur begrenzt gegeben,
zu selten man's bedenkt.

ein lächeln, noch im angesicht,
das unser herz erhellt,
verlischt in sich, vergesst es nicht,
es gibt nichts, das es hält.

Sie ist den langen weg gegangen
verloren unsrem blick,
ließ uns in schmerz und leid gefangen,
in traurigkeit zurück.

es ist von ihr in uns geblieben:
die liebe, die sie gab,
sie wird sie ewig überleben,
weit über tod und grab.


ursula beckert
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Sonntag, 4. Mai 2008
Physikalische Vorgänge
feuerlibelle, So, 4. Mai. 2008, 20:08
in meinem körper während der autofahrt –
insbesondere bei beschleunigungsmanöver von 60 auf 100 bis 130km/h. diese beobachtung habe ich jetzt bereits zweimal hintereinander gemacht;
und zwar nicht wenn ich selbst fahre, sondern als beifahrerin. es drückt mich so eigenartig aus dem sitz (ich kann jetzt nicht genau sagen ob das tatsächlich passiert, oder ob das nur ein eingebildetes gefühl einer hebung ist), meine haut ist angespannt und die blase füllt sich in einer genauso rasenden geschwindigkeit, wie das auto fährt. ich muss richtig zusammenzwicken, weil sonst der inhalt unter umständen in die hose gehen könnte ....
nach beendigung des überholmanövers beruhigt sich die haut wieder und auch der blasendruck verschwindet.
jedenfalls es ist ein sehr unangenehmes gefühl, zumal die reaktion des körpers auf die geschwindigkeit wie im zeitlupentempo folgt. (trance ?)

der bube hat mich ganz entgeistert angeschaut, als ich ihm eben dieses empfinden geschildert habe. ich fühle mich wie mit einer silvesterrakette im hintern, die zischt und nicht abheben kann. der vergleich ist etwas überzeichnet, ich weiß, aber nicht ganz so abwegig.vielleicht hat sich in meinem körper ein „teilchenbeschleuniger“ verirrt, der mir jetzt dieses unbehagen verursacht.
keine ahnung, wie das ganze passieren kann – mir ist richtig schlecht dabei. bin ich etwa ein einzelfall, oder ist das ein tabu-thema ?
ein physiker müsste die frage eigentlich beantworten können ....

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Samstag, 3. Mai 2008
So ein FensterTag ...
feuerlibelle, Sa, 3. Mai. 2008, 02:06
... hat schon seine vorteile. allein die gewissheit, dass die chance da ist, vier tage hintereinander (do - so) nicht von einem lästigen, ewig ratschenden wecker um 6h wachgeläutet zu werden, sondern nach herzenslust bis über mittag hinaus schlafen oder faulenzen zu können.
ach, wie schön! keine verpflichtungen, keine besorgungen, keine besuche – einfach nur entspannen, musik hören, ein gutes buch lesen und die seele baumeln lassen.
so eine art japanischer urlaub wäre denkbar. zum beispiel an diesem langen wochenende vom 1. bis 4. mai.

... aber so ein fenstertag hat auch seine nachteile. was man sonst an normalen arbeitstagen nicht unterbringt, wird an einem fenstertag eingeplant.
dazu kommt, dass einem zusätzlich termine von außen aufs aug gedruckt werden und dann kann man sich eh schon derstessen. wie heute und gleich auch morgen. nichts ist mit urlaub auf japanisch ......

freitag: 7,00 uhr aufstehen (das lange schlafen bleibt ein wunschdenken)
ohne frühstück schnell zum mer**r 20kg mehl, bananen, ananas und frische semmeln kaufen
anschließend kaffee kochen, leichtes frühstück runterwürgen und dann alles für die reise nach tejed einpacken. die großen pflanzen in säcke stecken, galoschen und gummihandschuhe dazu stellen. das mehl und das obst für die cousinen in den kofferraum verladen.
10,00 uhr abfahrt richtung s1 und dann weiter über a6, eh schon wissen.
es waren heute wieder besonders viele, nette, langsame, schlurfende feiertagsfahrer mit hut unterwegs. schrecklich. nichts für nervenschwache ungehaltene vielfahrer.
unterwegs in einige gärtnereien reingeschaut – die trauerweide dürfte im moment mangelware sein. dafür habe ich eine wunderschön gewachsene, etwa 4 m hohe platane gesehen. aber noch nicht gekauft.
am ziel angekommen um 12,15h – und ab nun wurde nur noch gegessen und getrunken. ich musste immer an ‚das große fressen’ mit marlon brando denken. diesmal war es besonders schlimm, weil vom kirtag noch sehr viele mehlspeisen übrig geblieben sind. und der bube hat sich wieder nicht beherrschen können !!!
dann baustelle besichtigt – nächste arbeitsschritte besprochen, pflanzen eingesetzt, wieder ins auto eingestiegen und ab heimwärts. um19h vermeldet eine weibliche stimme aus dem cockpit: sie haben das ziel erreicht. gottseidank endlich wieder zuhause.
am samstag steht das große familientreffen mit 10 personen auf dem programm. aufstehen wieder um 7h und es muss alles ziemlich flott gehen, weil für 14h das essen angesagt ist.
entspannen und die seele baumeln lassen kann ich vielleicht am sonntag, wenn bis dahin nicht wieder irgendwas dazwischen kommt ......

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Dienstag, 29. April 2008
Hani Weigelie
feuerlibelle, Di, 29. Apr. 2008, 12:15


weigela florida 'purpurea'
blüht normalerweise erst ab mitte mai/juni. diesmal ist sie zu früh dran - sie wollte noch schnell für meine große heldin aufblühen.
danke, liebe weigelie ...

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Montag, 28. April 2008
Navi-Stimme
feuerlibelle, Mo, 28. Apr. 2008, 00:45
.... demnächst scharflinks abbiegen; jetzt scharflinks abbiegen!
von scharf habe ich aber wirklich nichts bemerkt ...

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Freitag, 25. April 2008
Das Wochenende kommt ...
feuerlibelle, Fr, 25. Apr. 2008, 22:24


stichwort: parapluie

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Donnerstag, 24. April 2008
Der Straßenverkehr ist ein Wahnsinn ...
feuerlibelle, Do, 24. Apr. 2008, 21:47
das autofahren zählte lange zeit zu meiner großen leidenschaft. ich mochte gern schnelle, kleine sportliche flitzer und wenn ich den aufgestauten ärger loswerden wollte, setzte ich mich hinter das lenkrad und fuhr einfach los. mal richtung west nach salzburg, mal richtung süd nach baden. es war jedes mal ein prickelndes entladungsspiel.

das autofahren von heute ist ein gräuel und das in wahrsten sinne des wortes. die leidenschaft von früher ist total abgestumpft. leider.
ich war heute mit dem auto unterwegs. eigentlich mehr gerollt als gefahren. habe in drei stunden 305 km geschafft - eingezwickt zwischen den fernlastern aus rumänien und lettland. zuerst auf der s1, dann auf der überlasteten a4 richtung budapest. eine horrorstrecke diese a4. ein baldiger kollaps ist vorprogrammiert!
ganz super ist die neue a6 mit nahtloser anbindung in die pressburger stadtautobahn. die hab ich schon im november 07 zu meiner lieblingsstrecke erklärt. heute ist mir allerdings stark aufgefallen, dass die pressburger autofahrer noch gemeiner und depperter sind als ihre wiener kollegen. sorry, das ist fakt.

die überlandstrecke von 35 km länge bis zum zielort war der absolute hammer: mit 65 km/h gezockle unterwegs, zweimal von der sk-polizei aufgehalten.
ich glaube die buben wollten mich nur pflanzen, oder meine schöne dunkle sonnenbrille hat es ihnen angetan... (waren es nun echte oder falsche polizisten? - das einsatzauto war auf jeden fall echt)

ich brauche jetzt dringend einen starken kaffee, am besten gleich einen halben liter im schutzengelbecher aus hh und dann ein entspannungsfußbad in einem großen lavoir. wellness, wellness ...

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Mittwoch, 23. April 2008
Heute ist Welttag des Buches ...
feuerlibelle, Mi, 23. Apr. 2008, 13:07
der tag des buches ist jedes jahr am todestag von william shakespeare.
(welttage bekommen ja nur gefährdete arten, schreibt der guido t.; es wird schon was wahres dran sein.)

schon oft hat das lesen eines buches jemandes zukunft beeinflusst.
(ralph waldo emerson 1803-1882)



es ist ein großer unterschied, ob ich lese zu genuss und belebung oder zu erkenntnis und belehrung.
man sollte eigentlich immer nur das lesen, was man bewundert.

(beide zitate von: johann wolfgang von goethe 1749-1832)

meine persönliche empfehlung zum tag des buches:
freizeichen von ildikó von kürthy; wunderlich
*
eine frau, die sich langweilt, ist zu allem fähig. annabel hat seit jahren dieselbe frisur und denselben mann. sie ist einunddreißig und will was erleben. an einem sonntagmorgen reist sie nach mallorca. am sonntagabend ist sie frisch verliebt. glaubt sie.
bis am dienstag eine konkurrentin auftaucht. die ist dünn und liebt den mann, den annabel verlassen will. das ändert alles ....

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