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Allwettertag heute
feuerlibelle, Fr, 13. Mär. 2009, 19:11

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Freitag, der dreizehnte/II.
feuerlibelle, Fr, 13. Mär. 2009, 01:31
gleich zwei monate hintereinander freitag der 13. gibt mir schon zu denken.
ja, ich bin abergläubisch und ab und an kann ich auch vorzeichen klar erkennen. fragen sie mich nicht wie das geht, ich weiß es auch nicht.
der nächste fr/13. ist wieder im november. und im jahr 2010 haben wir überhaupt nur einen fr/13., im august. es sieht nach einem gemütlichen jahr aus...
heute gehört: "wer früher stirbt, ist länger tot." ... wirklich? sehr witzig!
ja, ich bin abergläubisch und ab und an kann ich auch vorzeichen klar erkennen. fragen sie mich nicht wie das geht, ich weiß es auch nicht.
der nächste fr/13. ist wieder im november. und im jahr 2010 haben wir überhaupt nur einen fr/13., im august. es sieht nach einem gemütlichen jahr aus...
heute gehört: "wer früher stirbt, ist länger tot." ... wirklich? sehr witzig!
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Happy Holi als Vorbote des Frühlings
feuerlibelle, Do, 12. Mär. 2009, 22:18
in indien und somit auch in kleinindien [mauritius] feiert man in diesen tagen das fest der farben als ankündigung des kalendarischen frühlings. das fest hat vordergründig eine spirituelle bedeutung: triumph des guten über das böse und der sieg des frühlings über den winter. während dieser zeit ist die soziale kluft - also die gesellschaftlichen schranken durch kaste, geschlecht und alter, aufgehoben. das happy holi findet immer am vollmondtag des monats phalguna (februar-märz) statt und dauert mehrere tage.

foto: privatarchiv 03/2006 happy holi in triolet/mauritius
im märz 2006 habe ich mit meinen liebsten [herzbube, herzipinki und puppi] ein happy holi in meiner wahlheimat mauritius unmittelbar erleben dürfen und alles, was da jetzt in diversen abendländischen zeitungen und magazinen über das farbenfest geschrieben wird, ist nichts anderes als eine -zigfach abgeschriebene, sterile berichterstattung.
das holifest muss man erlebt haben, aber nicht in touristenzentren, sondern mitten unter den einheimischen hindus. ein unbeschreiblich schönes, einzigartiges und unvergessliches erlebnis. ich kann jetzt nur für meinen teil reden, aber wer so ein holifest einmal erlebt, kann auch die spirituelle bedeutung besser verstehen.
*
das wäre doch was für unser verschlafenes abendland – holifest statt leilei und dergleichen. was sagen sie dazu?
ich bin auf jeden fall bereit und ich wüsste auch schon bei welchen personen welches farbpulver zum einsatz kommt. hinterlistige feinde würde ich mit einer ordentlichen portion lila-blau-rot farbmischung anklecksen.
*
oh, ich hab sehnsucht nach trou aux biches ...

foto: privatarchiv 03/2006 happy holi in triolet/mauritius
im märz 2006 habe ich mit meinen liebsten [herzbube, herzipinki und puppi] ein happy holi in meiner wahlheimat mauritius unmittelbar erleben dürfen und alles, was da jetzt in diversen abendländischen zeitungen und magazinen über das farbenfest geschrieben wird, ist nichts anderes als eine -zigfach abgeschriebene, sterile berichterstattung.
das holifest muss man erlebt haben, aber nicht in touristenzentren, sondern mitten unter den einheimischen hindus. ein unbeschreiblich schönes, einzigartiges und unvergessliches erlebnis. ich kann jetzt nur für meinen teil reden, aber wer so ein holifest einmal erlebt, kann auch die spirituelle bedeutung besser verstehen.
*
das wäre doch was für unser verschlafenes abendland – holifest statt leilei und dergleichen. was sagen sie dazu?
ich bin auf jeden fall bereit und ich wüsste auch schon bei welchen personen welches farbpulver zum einsatz kommt. hinterlistige feinde würde ich mit einer ordentlichen portion lila-blau-rot farbmischung anklecksen.
*
oh, ich hab sehnsucht nach trou aux biches ...
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Im Galopp über den Zebrastreifen
feuerlibelle, Mi, 11. Mär. 2009, 00:17
dass ich nun als rekonvaleszent zwangsläufig zu den lahmarschigen enten zähle, stört mich herzlich wenig. bis ende der woche darf ich so gut wie nichts machen, außer langsame bewegung. also gehe ich täglich rund eine stunde gemütlich spazieren und nebenbei erledige ich gleich diverse bank- und postwege und gustiere vor den frühjahrsauslagen.
heute musste ich zweimal einen großen kreuzungsbereich überqueren und ich hab schon von vornherein befürchtet, dass ich es während der kurzen grünphase nicht schaffen werde. so war es dann auch. als ich gerade die eine straßenhälfte hinter mir gelassen hab, war die fußgängerampel schon rot. leider bin ich neben den wegfahrenden autos gestanden. oh gott, ich kann mich doch nicht in der luft auflösen. - da grinst so ein unrasiertes ungustl aus einem dunkelblauen fünfer be-em-we heraus und ruft mir zu: "na, pupperl, hopp hopp, aber flott"
[...so ein trottel...]

weil ich wissen wollte, wie es die anderen schaffen, hab ich mich für zwei grünphasen vor den zebrastreifen gestellt und die menschen beobachtet. die alten und gebrechlichen personen haben keine chance den fußgängerübergang regulär zu überqueren. ebenso bedauernswert sind mütter mit kleinkindern. die menschen rennen im galopp über den zebrastreifen. ich verstehe nicht, warum man die grünphase nicht auf 60 sekunden schalten kann. das müsste doch möglich sein. deswegen wird der straßenverkehr bestimmt nicht zusammenbrechen. demnächst werde ich beim magistrat vorbei spazieren und die zuständigen herren beamten besuchen. ist wien wirklich anders?
heute musste ich zweimal einen großen kreuzungsbereich überqueren und ich hab schon von vornherein befürchtet, dass ich es während der kurzen grünphase nicht schaffen werde. so war es dann auch. als ich gerade die eine straßenhälfte hinter mir gelassen hab, war die fußgängerampel schon rot. leider bin ich neben den wegfahrenden autos gestanden. oh gott, ich kann mich doch nicht in der luft auflösen. - da grinst so ein unrasiertes ungustl aus einem dunkelblauen fünfer be-em-we heraus und ruft mir zu: "na, pupperl, hopp hopp, aber flott"
[...so ein trottel...]

weil ich wissen wollte, wie es die anderen schaffen, hab ich mich für zwei grünphasen vor den zebrastreifen gestellt und die menschen beobachtet. die alten und gebrechlichen personen haben keine chance den fußgängerübergang regulär zu überqueren. ebenso bedauernswert sind mütter mit kleinkindern. die menschen rennen im galopp über den zebrastreifen. ich verstehe nicht, warum man die grünphase nicht auf 60 sekunden schalten kann. das müsste doch möglich sein. deswegen wird der straßenverkehr bestimmt nicht zusammenbrechen. demnächst werde ich beim magistrat vorbei spazieren und die zuständigen herren beamten besuchen. ist wien wirklich anders?
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Gedenkzeilen für Charles Bukowski
feuerlibelle, Mo, 9. Mär. 2009, 15:55
heute vor 15 jahren starb einer der größten dichter der gegenwart.
ich liebe seine werke.
"...seine texte treffen und betreffen uns immer wieder direkt und unmittelbar. er ist brutal, zersetzend, melancholisch und amüsant. und natürlich ist er inzwischen eine legende, ob er das will oder nicht..."
aus –
eintritt frei
gedichte 1955-1968
bohnen mit knoblauch
es ist schon wichtig, dass du
aufschreibst, wie dir zumute ist,
es ist besser, als wenn du dich
rasierst oder dir bohnen mit
knoblauch machst. es ist das wenige,
was wir tun können, dieses kleine
bisschen mut, und klar zu werden
über uns selbst, und natürlich
liegt auch der wahnsinn und angst
in diesem wissen,
dass ein teil von dir
ein uhrwerk ist, das einmal
stehen bleibt und nicht mehr
aufgezogen werden kann.
doch jetzt
tickt es noch unter deinem hemd,
und du rührst die bohnen um
mit einem löffel...
eine geliebte tot, eine andere fort,
einen andere...
ah! so viele geliebte wie bohnen,
ja, zähl sie mal alle auf –
traurig, traurig
wie deine gefühle ver-
brutzeln auf dem herd.
schreib das auf.
____________________________
ich liebe seine werke.
"...seine texte treffen und betreffen uns immer wieder direkt und unmittelbar. er ist brutal, zersetzend, melancholisch und amüsant. und natürlich ist er inzwischen eine legende, ob er das will oder nicht..."
aus –
eintritt frei
gedichte 1955-1968
bohnen mit knoblauch
es ist schon wichtig, dass du
aufschreibst, wie dir zumute ist,
es ist besser, als wenn du dich
rasierst oder dir bohnen mit
knoblauch machst. es ist das wenige,
was wir tun können, dieses kleine
bisschen mut, und klar zu werden
über uns selbst, und natürlich
liegt auch der wahnsinn und angst
in diesem wissen,
dass ein teil von dir
ein uhrwerk ist, das einmal
stehen bleibt und nicht mehr
aufgezogen werden kann.
doch jetzt
tickt es noch unter deinem hemd,
und du rührst die bohnen um
mit einem löffel...
eine geliebte tot, eine andere fort,
einen andere...
ah! so viele geliebte wie bohnen,
ja, zähl sie mal alle auf –
traurig, traurig
wie deine gefühle ver-
brutzeln auf dem herd.
schreib das auf.
____________________________
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8.März 2009
feuerlibelle, So, 8. Mär. 2009, 02:13
weltfrauentag • nemzetközi nök napja • medzinárodný deň žien

ein dankeschön
allen unermüdlich kämpferischen frauenrechtlerinnen
es ist noch viel zu tun!

allen unermüdlich kämpferischen frauenrechtlerinnen
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Serviceheft für Innereien
feuerlibelle, Sa, 7. Mär. 2009, 23:22
interessant ist, wie der mensch bei außergewöhnlichen nebengeräuschen bei seinem auto, motorrad, laptop, pc oder plattenspieler sensibel und besorgt reagiert und wie er sich in windes eile um behebungsmaßnahmen bemüht. es kann gar nicht schnell genug gehen, die vermeintlichen pannen reparieren zu lassen.
noch interessanter ist, wie der mensch bei außergewöhnlichen nebengeräuschen in seinem körper, genauer in seinen nur erschwert einsehbaren innereien, leichtsinnig bescheuert reagiert und wie er die wahrgenommenen signale bewusst verdrängt. immer wieder, monat für monat, jahr für jahr.
und am interessantesten ist die individuelle ursachenforschung sowie die darauf folgende eigendiagnose; "...das wird schon nichts ernstes sein, irgendwas hab ich sicher nicht vertragen, vielleicht hab ich zuviel kaffee getrunken oder der stress der letzten monate schlägt sich wieder auf den darm, ich sollte vielleicht wieder regelmäßig und bewusster essen, mehr bewegung in der frischen luft würde auch nicht schaden, ich werde mir mehr schlaf gönnen und versuchen vor mitternacht ins bett zu gehen..."
fühlen sie sich etwa auch ertappt, wenn sie jetzt diese zeilen lesen?
mit achtzehn hatte ich die erste schwere gastritis [studium, tod der omi, freitod meiner freundin, fremde heimat, politische unterdrückung und, und, und.....]
einige jahre später folgte das verdauungsdilemma mit krämpfen, koliken, laufenden durchfällen oder extremen verstopfungen. nach eingehender ursachenforschung alles begründet. [...gescheiterte ehe, sorgen, kleinkind, alleinerziehung, beruf, karriere, psychischer druck...] außerdem es ist allgemein bekannt, dass sich alles schlechte auf die gedärme schlägt. nach anfänglichem gejammer hab ich die zustände irgendwann adoptiert. wenn dann eher zufällig bei einem arztbesuch die frage gestellt wurde: "und seit wann haben sie die schmerzen und die ganzen begleitumstände?" – antwortete ich: "meine güte, das hab ich schon seit eh und je"
und was haben sie dagegen unternommen?
nichts. was hätte ich schon tun sollen, wer geht noch heutzutage wegen ein bißchen bauchschmerzen, einem durchfall oder verstopfung zum arzt? und sind wir uns doch ehrlich, das lästige zwicken mal links mal rechts, das hat heutzutage auch wirklich schon jeder. man braucht sich nur ein wenig umhören, das ist eine gewöhnliche volkskrankheit geworden.
vor sechs jahren, also im jahre 2003, hab ich plötzlich viel gewicht verloren, konnte kaum nahrung aufnehmen und in meinem besorgten freundeskreis wurden schon die grabreden vorbereitet. das ist jetzt ohne übertreibung, ich sah sehr schlecht, todkrank aus. die fotos von damals würde ich am liebsten vernichten, weil sie mir angst machen, auch heute noch. als ich dann auch konditionell abgebaut hab und mir jede sportliche betätigung zur qual wurde, hab ich meinen alten freund, den medizinalrat bahij k. aufgesucht und ihm mein herz ausgeschüttet. [...unvergessliche momente in meinem leben...]
der gute bahij k. hat sehr aufmerksam zugehört, ohne mich nur einmal zu unterbrechen. dann versank er wortlos in seinem chefsessel, presste seine handflächen gegeneinander und starrte beim fenster hinaus. stille im raum. dann greift der weise mann zum telefonhörer, wählt eine xy-nummer und verlangt herrn primarius dr.günther m. wieder stille. nach einer weile: "grüße dich mein freund, du musst mir helfen, ich schicke jetzt meine patientin zu dir und bitte nimm dich ihrer an. ich komm dann am abend bei dir vorbei und erkundige mich. danke mein freund".
[dieser freund sei angeblich eine internationale koryphäe auf dem gebiet der gastroenterologie und hepatologie]
er hat sich tatsächlich meiner angenommen und dafür bin ich heute noch meinem medizinalrat unendlich dankbar. im jahre 2004 wurde ich zum ersten mal operiert, damals hatte ich gott sei dank nur ein geschwür. die schäden der letzten leichtsinnigen zwanzig jahre wird man nicht mehr ganz reparieren können, dafür aber bietet sich die chance, neue selbstzerstörerische handlungen zu unterbinden.
nach der letzten kontrolluntersuchung im herbst 08 stand zweifelsfrei fest, dass eine weitere op ansteht. demnächst. je früher umso besser, aber wer geht schon gern freiwillig auf die schlachtbank? ich angsthase und feigling erster klasse sicher nicht. im jänner hab ich keine zeit, im februar hab ich schon viele termine, also im märz. aber endgültig. krankenhaus, wahlarzt und termin reserviert.
wenn ich so überlege, dass innerhalb von fünf jahren wieder vier weitere geschwüre in meinem dickdarm sich es gemütlich gemacht haben, dann wird mir schon langsam bange. vor allem auch deshalb, weil inzwischen ausdrücke wie "unruhige zellen" auch für viel unruhe in meiner seele sorgen.
daher meine empfehlung an alle (jung und alt): bitte nehmen sie ihre bauchschmerzen, gelegentlichen durchfälle und/oder verstopfungen ernst und lassen sie sich eine koloskopie (darmspiegelung) machen. rechtzeitig ein serviceheft für ihre innereien erhöht die lebensqualität und erspart ihnen womöglich spätere unruhige zellen.
übrigens: ich bin ok, mein humor hat mich nicht verlassen :-)
noch interessanter ist, wie der mensch bei außergewöhnlichen nebengeräuschen in seinem körper, genauer in seinen nur erschwert einsehbaren innereien, leichtsinnig bescheuert reagiert und wie er die wahrgenommenen signale bewusst verdrängt. immer wieder, monat für monat, jahr für jahr.
und am interessantesten ist die individuelle ursachenforschung sowie die darauf folgende eigendiagnose; "...das wird schon nichts ernstes sein, irgendwas hab ich sicher nicht vertragen, vielleicht hab ich zuviel kaffee getrunken oder der stress der letzten monate schlägt sich wieder auf den darm, ich sollte vielleicht wieder regelmäßig und bewusster essen, mehr bewegung in der frischen luft würde auch nicht schaden, ich werde mir mehr schlaf gönnen und versuchen vor mitternacht ins bett zu gehen..."
fühlen sie sich etwa auch ertappt, wenn sie jetzt diese zeilen lesen?
mit achtzehn hatte ich die erste schwere gastritis [studium, tod der omi, freitod meiner freundin, fremde heimat, politische unterdrückung und, und, und.....]
einige jahre später folgte das verdauungsdilemma mit krämpfen, koliken, laufenden durchfällen oder extremen verstopfungen. nach eingehender ursachenforschung alles begründet. [...gescheiterte ehe, sorgen, kleinkind, alleinerziehung, beruf, karriere, psychischer druck...] außerdem es ist allgemein bekannt, dass sich alles schlechte auf die gedärme schlägt. nach anfänglichem gejammer hab ich die zustände irgendwann adoptiert. wenn dann eher zufällig bei einem arztbesuch die frage gestellt wurde: "und seit wann haben sie die schmerzen und die ganzen begleitumstände?" – antwortete ich: "meine güte, das hab ich schon seit eh und je"
und was haben sie dagegen unternommen?
nichts. was hätte ich schon tun sollen, wer geht noch heutzutage wegen ein bißchen bauchschmerzen, einem durchfall oder verstopfung zum arzt? und sind wir uns doch ehrlich, das lästige zwicken mal links mal rechts, das hat heutzutage auch wirklich schon jeder. man braucht sich nur ein wenig umhören, das ist eine gewöhnliche volkskrankheit geworden.
vor sechs jahren, also im jahre 2003, hab ich plötzlich viel gewicht verloren, konnte kaum nahrung aufnehmen und in meinem besorgten freundeskreis wurden schon die grabreden vorbereitet. das ist jetzt ohne übertreibung, ich sah sehr schlecht, todkrank aus. die fotos von damals würde ich am liebsten vernichten, weil sie mir angst machen, auch heute noch. als ich dann auch konditionell abgebaut hab und mir jede sportliche betätigung zur qual wurde, hab ich meinen alten freund, den medizinalrat bahij k. aufgesucht und ihm mein herz ausgeschüttet. [...unvergessliche momente in meinem leben...]
der gute bahij k. hat sehr aufmerksam zugehört, ohne mich nur einmal zu unterbrechen. dann versank er wortlos in seinem chefsessel, presste seine handflächen gegeneinander und starrte beim fenster hinaus. stille im raum. dann greift der weise mann zum telefonhörer, wählt eine xy-nummer und verlangt herrn primarius dr.günther m. wieder stille. nach einer weile: "grüße dich mein freund, du musst mir helfen, ich schicke jetzt meine patientin zu dir und bitte nimm dich ihrer an. ich komm dann am abend bei dir vorbei und erkundige mich. danke mein freund".
[dieser freund sei angeblich eine internationale koryphäe auf dem gebiet der gastroenterologie und hepatologie]
er hat sich tatsächlich meiner angenommen und dafür bin ich heute noch meinem medizinalrat unendlich dankbar. im jahre 2004 wurde ich zum ersten mal operiert, damals hatte ich gott sei dank nur ein geschwür. die schäden der letzten leichtsinnigen zwanzig jahre wird man nicht mehr ganz reparieren können, dafür aber bietet sich die chance, neue selbstzerstörerische handlungen zu unterbinden.
nach der letzten kontrolluntersuchung im herbst 08 stand zweifelsfrei fest, dass eine weitere op ansteht. demnächst. je früher umso besser, aber wer geht schon gern freiwillig auf die schlachtbank? ich angsthase und feigling erster klasse sicher nicht. im jänner hab ich keine zeit, im februar hab ich schon viele termine, also im märz. aber endgültig. krankenhaus, wahlarzt und termin reserviert.
wenn ich so überlege, dass innerhalb von fünf jahren wieder vier weitere geschwüre in meinem dickdarm sich es gemütlich gemacht haben, dann wird mir schon langsam bange. vor allem auch deshalb, weil inzwischen ausdrücke wie "unruhige zellen" auch für viel unruhe in meiner seele sorgen.
daher meine empfehlung an alle (jung und alt): bitte nehmen sie ihre bauchschmerzen, gelegentlichen durchfälle und/oder verstopfungen ernst und lassen sie sich eine koloskopie (darmspiegelung) machen. rechtzeitig ein serviceheft für ihre innereien erhöht die lebensqualität und erspart ihnen womöglich spätere unruhige zellen.
übrigens: ich bin ok, mein humor hat mich nicht verlassen :-)
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März • Lenz • Schmerz
feuerlibelle, So, 1. Mär. 2009, 12:55

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Skorpione aus der Nähe
feuerlibelle, Sa, 28. Feb. 2009, 00:27

©foto privatarchiv feuerlibelle

©foto privatarchiv feuerlibelle
furchterregende viecher, sind das.
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Tag der Weiterbildung
feuerlibelle, Fr, 27. Feb. 2009, 12:28
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Shoppingbegleiterin
feuerlibelle, Do, 26. Feb. 2009, 22:22

kreuz und quer – über spittelau – durch die ganze stadt
es ist bei uns so sitte....
wenn der herzbube sich zu den jeweiligen
aber klar, mach ich doch gerne, weil das einkaufen mit ihm auch für mich ein schönes erlebnis ist. seine, in jedem geschäft obligatorisch gestellte frage "herzi, brauchst du auch etwas?" klingt in meinen ohren wie "alles walzer" beim opernball.

diese schönen sachen hab ich heute zufällig gern gebraucht. merci ;-)
was für eine frage: eine frau braucht immer etwas, auch wenn sie nix braucht. so kleine trostpflaster und dergleichen sind wichtige streicheleinheiten für die seele in diesem nassen und windigen februar, märz, april...
*
mit meinem frühjahrseinkauf lass ich mir noch ein bisschen zeit. wenn ich nur wüsste, welches bequeme gewand ich mir für den frühsommer zulegen soll.
übrigens: meine sachen gehe ich immer alleine [ohne männlicher begleitung) einkaufen, das muss so sein. einkaufen ist für mich eine art meditation - ohne ständiges dreinreden, ohne zur entscheidung gedrängt zu werden und ohne stressinfarkt. [mit einem mann in schlepptau geht das leider nicht] ich glaube, hier spielt das geschlechtsspezifische kaufverhalten sicher eine entscheidende rolle. nichtsdestotrotz, schön und lustig war’s heute.
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