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Zutrauliche Stammgäste
feuerlibelle, Mi, 22. Dez. 2010, 11:09
sie lieben mich weil ich ihnen nüsse und sonnenblumenkerne hinstelle - und ich liebe sie weil sie so zutraulich zwitschernd hinter mir herfliegen, wenn ich von einer futterstelle zur anderen latsche....

....eine meise schwirrt auf, da startet im nächsten busch eine andre, miteinander verschwinden sie zwischen den bäumen. und zusammen sind sie zurück, bearbeiten emsig die vorigen stellen in wahrnehmungsreichweite. statt im vogelzug sich zu verlieren in ununterscheidbarer vielheit, bleiben sie da in den winter einander unverwechselbar....

....eine meise schwirrt auf, da startet im nächsten busch eine andre, miteinander verschwinden sie zwischen den bäumen. und zusammen sind sie zurück, bearbeiten emsig die vorigen stellen in wahrnehmungsreichweite. statt im vogelzug sich zu verlieren in ununterscheidbarer vielheit, bleiben sie da in den winter einander unverwechselbar....
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Mir fehlen die Worte....
feuerlibelle, Mo, 20. Dez. 2010, 21:51
eine schwerverletzte dame, die ihren oberkörper inklusive arme seit sieben wochen ganz arg bandagiert hat und sich so gut wie überhaupt nicht bewegen kann, setzt sich hin und strickt für eine nachbarin zwei paar kaminsocken....
als ich heute ihren blogeintrag gelesen und die blutergüsse gesehen habe, ist mir schlecht geworden.
liebe frau kelef, ich weiß nicht was ihnen da in ihrem schmerzzustand alles eingefallen ist, sie sind aber auf jeden fall eine großherzige frau. dankeschön für das päckchen und auch für den wunderbaren tee. ich glaube mit dem abendtee muss ich sparsam umgehen – bin nach dem genuss um 21,30h im sofa sitzend eingeschlafen. wie eine alte tante.
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Vierter Advent
feuerlibelle, So, 19. Dez. 2010, 14:07
auf dem land
tiefwinterlich – frische minus 11,7ºc – unheimliche stille –
ab und zu ein paar sonnenstrahlen – warm ums herz

das fremde kind
von graf franz von pocci
in einem häuschen am eingang eines waldes lebte ein armer tagelöhner, der sich mit holzhauen mühsam sein brot verdiente. er hatte eine frau und zwei kinder, ein knäblein und ein mägdlein. das knäblein hieß valentin und das mädchen marie, und sie waren gehorsam und fromm zu der eltern freude und halfen ihnen fleißig bei der arbeit.
als die guten leute eines winterabends, da es draußen schneite und wehte, zusammen saßen, da pochte es leise an das fenster, und ein feines stimmchen rief draußen: "o lasst mich ein in euer haus! ich bin ein armes kind und habe nichts zu essen und kein obdach und meine, schier vor hunger und frost umzukommen. o lasst mich ein!"
da sprangen valentin und mariechen vom tisch auf, öffneten die türe und sagten: "komm herein, armes kind, wir haben selber nicht viel, aber doch immer mehr als du, und was wir haben, das wollen wir gern mit dir teilen." das fremde kind trat ein und erwärmte sich am ofen die erstarrten glieder, und die kinder gaben ihm zu essen, was sie hatten, und sagten: "du wirst wohl müde sein. komm, leg dich in unser bettchen, wir wollen auf der bank schlafen."
da sagte das fremde kind: "dank es euch mein vater im himmel." sie führten den kleinen gast in ihr kämmerlein, legten ihn zu bett, deckten ihn zu und dachten sich: "o wie gut haben wir es doch! wir haben unsere warme stube und unser bettchen; das arme kind aber hat gar nichts als den himmel zum dach und die erde zum lager." als nun die eltern zur ruhe gingen, legten sich valentin und marie auf die bank beim ofen und sagten zueinander. "das fremde kind wird sich nun freuen, dass es warm liegt. gute nacht!"
fortsetzung folgt....
tiefwinterlich – frische minus 11,7ºc – unheimliche stille –
ab und zu ein paar sonnenstrahlen – warm ums herz

das fremde kind
von graf franz von pocci
in einem häuschen am eingang eines waldes lebte ein armer tagelöhner, der sich mit holzhauen mühsam sein brot verdiente. er hatte eine frau und zwei kinder, ein knäblein und ein mägdlein. das knäblein hieß valentin und das mädchen marie, und sie waren gehorsam und fromm zu der eltern freude und halfen ihnen fleißig bei der arbeit.
als die guten leute eines winterabends, da es draußen schneite und wehte, zusammen saßen, da pochte es leise an das fenster, und ein feines stimmchen rief draußen: "o lasst mich ein in euer haus! ich bin ein armes kind und habe nichts zu essen und kein obdach und meine, schier vor hunger und frost umzukommen. o lasst mich ein!"
da sprangen valentin und mariechen vom tisch auf, öffneten die türe und sagten: "komm herein, armes kind, wir haben selber nicht viel, aber doch immer mehr als du, und was wir haben, das wollen wir gern mit dir teilen." das fremde kind trat ein und erwärmte sich am ofen die erstarrten glieder, und die kinder gaben ihm zu essen, was sie hatten, und sagten: "du wirst wohl müde sein. komm, leg dich in unser bettchen, wir wollen auf der bank schlafen."
da sagte das fremde kind: "dank es euch mein vater im himmel." sie führten den kleinen gast in ihr kämmerlein, legten ihn zu bett, deckten ihn zu und dachten sich: "o wie gut haben wir es doch! wir haben unsere warme stube und unser bettchen; das arme kind aber hat gar nichts als den himmel zum dach und die erde zum lager." als nun die eltern zur ruhe gingen, legten sich valentin und marie auf die bank beim ofen und sagten zueinander. "das fremde kind wird sich nun freuen, dass es warm liegt. gute nacht!"
fortsetzung folgt....
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Schneeverwehung und Eiszapfen
feuerlibelle, Fr, 17. Dez. 2010, 00:22
ich genieße dieses klirrend kalte tiefwinterliche wetter. am schönsten finde ich die schneebedeckte dachterrasse – wir sind märchenhaft eingeschneit, sodass ich die terrassentüren gar nicht aufmachen kann....

ich würde mir so sehr weiße weihnachten wünschen und hoffe ganz stark, dass diesmal der schnee liegen bleibt...


ich würde mir so sehr weiße weihnachten wünschen und hoffe ganz stark, dass diesmal der schnee liegen bleibt...

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Товарищ Путин как художник
feuerlibelle, Do, 16. Dez. 2010, 16:13
...singen kann er nicht, aber das muss er auch nicht.
seine devise lautet: sich auf dem weltpräsentierteller wirksam bewegen
die krankhafte zwangsherrschaft des genossen hat mich seit jeher angeekelt und ekelt mich auch heute noch an. sein lebloser kalte blick von unter durch die lidfalten erinnert mich an die KGB-zeiten der frühen 60er jahre.
ein kind erkennt schnell wer gut und wer böse ist - und das g'schau eines solchen werde ich nie vergessen. zu zweit waren sie bei tagesanbruch gekommen und haben noch in halber finsternis meinen geliebten vater abgeholt,- nur weil er mit den kommunisten nicht 'kooperieren' wollte....
es ist auch völlig wurscht aus welcher startreihe der genosse wladimir politisiert, er steht immer im mittelpunkt und beherrscht alle – auch den farblosen presidenten, der in wirklichkeit nur eine spielfigur des allrounders p. ist. oder hat man früher über den russischen premier mehr gehört, als über den presidenten putin? na also.
und damit der in der zweiten startreihe bei der weltöffentlichkeit nicht ganz in vergessenheit gerät, singt er vor hochkarätiger prominenz bei wohltätigkeitveranstaltungen. irgendwie ist der genosse nicht mehr ganz koscher.
warum fährt die feige sau nicht nach grosny und singt dort vor seinen psychisch kranken soldaten? – als geste des mitgefühls vor weihnachten.
seine devise lautet: sich auf dem weltpräsentierteller wirksam bewegen
die krankhafte zwangsherrschaft des genossen hat mich seit jeher angeekelt und ekelt mich auch heute noch an. sein lebloser kalte blick von unter durch die lidfalten erinnert mich an die KGB-zeiten der frühen 60er jahre.
ein kind erkennt schnell wer gut und wer böse ist - und das g'schau eines solchen werde ich nie vergessen. zu zweit waren sie bei tagesanbruch gekommen und haben noch in halber finsternis meinen geliebten vater abgeholt,- nur weil er mit den kommunisten nicht 'kooperieren' wollte....
es ist auch völlig wurscht aus welcher startreihe der genosse wladimir politisiert, er steht immer im mittelpunkt und beherrscht alle – auch den farblosen presidenten, der in wirklichkeit nur eine spielfigur des allrounders p. ist. oder hat man früher über den russischen premier mehr gehört, als über den presidenten putin? na also.
und damit der in der zweiten startreihe bei der weltöffentlichkeit nicht ganz in vergessenheit gerät, singt er vor hochkarätiger prominenz bei wohltätigkeitveranstaltungen. irgendwie ist der genosse nicht mehr ganz koscher.
warum fährt die feige sau nicht nach grosny und singt dort vor seinen psychisch kranken soldaten? – als geste des mitgefühls vor weihnachten.
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Kirschblüte
feuerlibelle, Mi, 15. Dez. 2010, 01:41
der blütenstand meiner barbarazweige kann sich sehen lassen. es ist nur schade, dass sie so schnell verblühen....


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Adventstern aus dem Taunus
feuerlibelle, Di, 14. Dez. 2010, 02:20

hohe schule des fruchtgelees –
bei dieser köstlichkeit sündige ich gerne. herzlichen dank, liebe frau siria!
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Dritter Advent
feuerlibelle, So, 12. Dez. 2010, 12:23



wie das leben so spielt....
(von Hermann Härtel)
als alle fenster und giebel, alle türme und dachgauben, alle büsche und bäume, alle stiegen und garagentore, alle brücken und stege, alle masten, laternen und wäschetrockner, alle zäune und gatter, alle tore und hecken, alle kirchen und feuerwehrhäuser, alle konzert-, volks- und freudenhäuser, alle einfamilien- und alle hochhäuser, alle wochenend-, bade-, holz- und hundehütten endlich vollständig mit weihnachts-lichterketten und blinkenden rentierschlitten behangen waren, war das stromnetz überlastet und - flusch – war es finster.
das war bei müllers eine aufregung: manuel verlor die nicht gespeicherten daten, carina wurde aus dem internet gerissen und rené saß vor der stummen playstation. die mutter kramte nach Kerzen, der vater suchte sein feuerzeug und man versammelte sich stolpernd und tastend nach und nach in der guten stube, um die sonderbare erscheinung zu besprechen: die dunkelheit.
der vater erzählte von der zeit, bevor der strom eingeleitet wurde und die mutter begann die lieder dieser zeit zu singen. so viel hatten sie schon lange nicht mehr miteinander besprochen.. in all den großen und kleinen menschen entstanden eine kette von erinnerungen und erstmals eine ahnung vom christkindl.
der landesenergiekonzern beendete die gute stunde und – flusch- war es wieder hell. jahre später aber erzählte man sich noch von der stunde, als es weihnacht wurde.
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Am Kamin
feuerlibelle, Fr, 10. Dez. 2010, 22:43
ein gedicht
von
felix dörmann

im ofen knistert lustig laut das feuer,
phantastisch zucken lichter hin und her,
ins spiel der flammen starrt’ ich, weltvergessen,
mich überflutet der gedanken meer.
vorüber zogen meiner kindheit tage,
so freud- und freundlos, wie bei andern kaum,
ein stumpfergebnes tragen und entsagen,
kein sorgenloser, sonnenheller traum –
und halbzerdrückt sich von den wimpern löste
wohl eine träne nach der andern leis’,
weiß nicht, ob zornes- oder sehnsuchtstränen –
doch bitter waren sie und brennend heiß.
von
felix dörmann

im ofen knistert lustig laut das feuer,
phantastisch zucken lichter hin und her,
ins spiel der flammen starrt’ ich, weltvergessen,
mich überflutet der gedanken meer.
vorüber zogen meiner kindheit tage,
so freud- und freundlos, wie bei andern kaum,
ein stumpfergebnes tragen und entsagen,
kein sorgenloser, sonnenheller traum –
und halbzerdrückt sich von den wimpern löste
wohl eine träne nach der andern leis’,
weiß nicht, ob zornes- oder sehnsuchtstränen –
doch bitter waren sie und brennend heiß.
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Das österreichische Wort des Jahres 2010
feuerlibelle, Do, 9. Dez. 2010, 23:04
f r e m d s c h ä m e n
ja, das kenne ich nur allzu gut: es gibt oft situationen, wo ich mich für peinliche äußerungen oder handlungen anderer schämen, also –fremdschämen– muss...
ja, das kenne ich nur allzu gut: es gibt oft situationen, wo ich mich für peinliche äußerungen oder handlungen anderer schämen, also –fremdschämen– muss...
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