l e b e n s w e i s e
Dienstag, 14. Dezember 2010
Adventstern aus dem Taunus
feuerlibelle, Di, 14. Dez. 2010, 02:20


hohe schule des fruchtgelees –
bei dieser köstlichkeit sündige ich gerne. herzlichen dank, liebe frau siria!

Permalink (2 Kommentare)   Kommentieren



Sonntag, 12. Dezember 2010
Dritter Advent
feuerlibelle, So, 12. Dez. 2010, 12:23








wie das leben so spielt....
(von Hermann Härtel)

als alle fenster und giebel, alle türme und dachgauben, alle büsche und bäume, alle stiegen und garagentore, alle brücken und stege, alle masten, laternen und wäschetrockner, alle zäune und gatter, alle tore und hecken, alle kirchen und feuerwehrhäuser, alle konzert-, volks- und freudenhäuser, alle einfamilien- und alle hochhäuser, alle wochenend-, bade-, holz- und hundehütten endlich vollständig mit weihnachts-lichterketten und blinkenden rentierschlitten behangen waren, war das stromnetz überlastet und - flusch – war es finster.

das war bei müllers eine aufregung: manuel verlor die nicht gespeicherten daten, carina wurde aus dem internet gerissen und rené saß vor der stummen playstation. die mutter kramte nach Kerzen, der vater suchte sein feuerzeug und man versammelte sich stolpernd und tastend nach und nach in der guten stube, um die sonderbare erscheinung zu besprechen: die dunkelheit.

der vater erzählte von der zeit, bevor der strom eingeleitet wurde und die mutter begann die lieder dieser zeit zu singen. so viel hatten sie schon lange nicht mehr miteinander besprochen.. in all den großen und kleinen menschen entstanden eine kette von erinnerungen und erstmals eine ahnung vom christkindl.

der landesenergiekonzern beendete die gute stunde und – flusch- war es wieder hell. jahre später aber erzählte man sich noch von der stunde, als es weihnacht wurde.

Permalink (2 Kommentare)   Kommentieren



Freitag, 10. Dezember 2010
Am Kamin
feuerlibelle, Fr, 10. Dez. 2010, 22:43
ein gedicht
von
felix dörmann




im ofen knistert lustig laut das feuer,
phantastisch zucken lichter hin und her,
ins spiel der flammen starrt’ ich, weltvergessen,
mich überflutet der gedanken meer.
vorüber zogen meiner kindheit tage,
so freud- und freundlos, wie bei andern kaum,
ein stumpfergebnes tragen und entsagen,
kein sorgenloser, sonnenheller traum –
und halbzerdrückt sich von den wimpern löste
wohl eine träne nach der andern leis’,
weiß nicht, ob zornes- oder sehnsuchtstränen –
doch bitter waren sie und brennend heiß.

Permalink (5 Kommentare)   Kommentieren



Donnerstag, 9. Dezember 2010
Das österreichische Wort des Jahres 2010
feuerlibelle, Do, 9. Dez. 2010, 23:04
f r e m d s c h ä m e n
ja, das kenne ich nur allzu gut: es gibt oft situationen, wo ich mich für peinliche äußerungen oder handlungen anderer schämen, also –fremdschämen– muss...

Permalink (1 Kommentar)   Kommentieren



Dienstag, 7. Dezember 2010
Hit des Monats Dezember
feuerlibelle, Di, 7. Dez. 2010, 10:36


..... dieses entzückende staunen leuchtender kinderaugen, die überraschenden glücksmomente, die freude, die geborgenheit in der familie. ach, wie schön!
alles intensiv erlebte gefühle, die einem niemand wegnehmen kann....

...doch langsam gehen mir die guten ideen aus, denn 24 taschen mit vorweihnachtlichen kleinstgegenständen zu befüllen, ist gar nicht so einfach. zumal die junge dame eher das exklusive bevorzugt. neben zotter sollte auch etwas minibehang (herzis, engelchen und so) für den christbaum dabei sein.

Permalink (15 Kommentare)   Kommentieren



Sonntag, 5. Dezember 2010
Die zweite Kerze brennt
feuerlibelle, So, 5. Dez. 2010, 22:08


l i c h t
von heinrich lhotzky

in einem winkel der welt kauerte verbissen, trotzig und freudlos eine dicke, schauerliche finsternis. plötzlich erschien in dieser not ein kleines licht, klein,
aber ein licht. jemand hatte es hingestellt.

es war ganz einfach da und leuchtete. einer, der vorüberging, meinte:
"du ständest besser woanders als in diesem abgelegenen winkel."

"warum?" fragte das licht. "ich leuchte, weil ich licht bin, und weil ich leuchte bin ich licht. ich leuchte nicht, um gesehen zu werden, nein ich leuchte, weil es mir freude macht, licht zu sein"
aber die düstere finsternis ging zähneknirschend und wütend gegen das licht an. und doch war die ganze große finsternis machtlos gegen dieses winzige licht.

Permalink (0 Kommentare)   Kommentieren



Einzigartiges Ambiente
feuerlibelle, So, 5. Dez. 2010, 01:01
zwischen dem kunst- und naturhistorischen museum rund um das maria-theresien-denkmal.



im weihnachtsdorf maria-theresien-platz war heute nachmittag halb osteuropa unterwegs. sehr viel jugend, viel mittelalter und erstaunlich wenig ältere. vielleicht lag es an den eisigen temperaturen, die einen fast erfrieren haben lassen. die meinigen haben ob des großen gedränges die nasen gerümpft – [soll vorkommen]; mich haben die vielen leute heute ausnahmsweise überhaupt nicht gestört – im gegenteil: ich war entzückt....



Permalink (4 Kommentare)   Kommentieren



Freitag, 3. Dezember 2010
Ein winterliches Gedicht
feuerlibelle, Fr, 3. Dez. 2010, 23:44
von alexander puschkin
(1799-1837)




erst gestern war es, denkst du daran? es ging der tag zur neige. ein böser schneesturm da begann und brach die dürren zweige. der sturmwind blies die sterne weg, die lichter, die wir lieben. vom monde gar war nur ein fleck, ein gelber schein geblieben.





und jetzt? so schau doch hinaus: die welt ertrinkt in wonne. ein weißer teppich liegt jetzt aus. es strahlt und lacht die sonne. wohin du siehst: ganz puderweiß geschmückt sind alle felder. der bach rauscht lustig unterm eis. nur finster stehn die wälder.


Permalink (2 Kommentare)   Kommentieren



Donnerstag, 2. Dezember 2010
Weiße Pracht.....
feuerlibelle, Do, 2. Dez. 2010, 09:55


unser erstes schneemännchen – eine mischung aus waluliso, werwolf und glöckner von notre dame – ein surrealistisches kunstwerk der kleinen prinzessin.

die schneebedeckte landschaft ist ein traum, nur das schneechaos auf den straßen ist ein albtraum. ich möchte wieder einen pferdeschnitten haben.....

Permalink (4 Kommentare)   Kommentieren



Mittwoch, 1. Dezember 2010
Welt-Aids-Tag
feuerlibelle, Mi, 1. Dez. 2010, 13:09

33,3 millionen menschen lebten im jahr 2009 weltweit mit HIV oder AIDS. doch erstmals gibt es anzeichen dafür, dass man die seuche unter kontrolle bringen könnte. das wurde vor wenigen tagen anlässlich des heutigen welt-aids-tages von seiten des UNAIDS-programms festgestellt. allerdings warten weltweit rund zehn millionen betroffene auf zugang zu einer wirksamen therapie, die auch das infektionsrisiko senken könnte.
weltweit haben derzeit 5,2 millionen menschen zugang zu einer behandlung gegen HIV. bei insgesamt 33 millionen infizierten, gab es vergangenes jahr 2,6 millionen neuinfektionen, im jahr 2001 waren es 3,1 millionen gewesen. die zahl der jährlichen todesfälle durch die immunschwächekrankheit reduzierte sich von 2,1 millionen im jahr 2004 auf 1,8 millionen im vergangenen jahr.

[quelle: orf. ... und hier lesen sie mehr]

der welt-AIDS-tag wird seit 1996 jährlich von der UNAIDS (der AIDS-organisation der vereinten nationen) organisiert und findet am 1. dezember statt.

zum welt-aids-tag: reportage aus malawi

Permalink (0 Kommentare)   Kommentieren



... ältere Einträge