l e b e n s w e i s e
Endlich haben wir es geschafft!
feuerlibelle, Do, 8. Aug. 2013, 23:11
den 8.august werde ich mit sicherheit nicht vergessen, weil an diesem tag auch mein flüssigkeitskonsum eine historische rekordmarke von 4x1,5l flaschen mineralwasser= 6,0 liter erreicht hat. starke leistung....


quelle: orf.at

demzufolge können wir das sommerloch auch schon langsam schließen, weil es ab jetzt ausreichend diskussionsstoff über die folgen der tropenhitze geben wird...

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kelef, Fr, 9. Aug. 2013, 00:05
ich befürchte hier langsam, dass ich ertrinke, andererseits transpirier ich ja so gnadenlos, dass das wiederum auch nicht zu befürchten ist.
flüssigkeitskonsum liegt derzeit bei über zehn liter/tag. limonade, sodazitron, wasser, kwass. und dabei beweg ich mich nur, wenn ich unbedingt muss.

ich habe heute vormittag nach einem "kleinen" schwächeanfall alles liegen und stehen gelassen und mich auf sofa gelegt, wo ich sofort eingeschlafen bin. nach etwa zwei stunden habe ich mich wieder unter den lebenden eingefunden und seither nehme ich jede stunde ein zehnminütiges kaltes fussbad, das wunder wirkt....

zehn liter flüssigkeitskonsum/tag ist ja weltrekord, liebe frau kelef. soviel schaffe ich momentan nicht, weil mein körper diese menge nicht aufnimmt. wenn ich ein glas wasser austrinke, rinnt mir umgehend der schweiß über die stirne, augen und wangen wie ein kleiner wasserfall.

der sturm bringt auch keine abkühlung....

ich lass hier seit tagen alles liegen und stehen, ich mach nur das notwendigste.
in der badewanne steht kühles wasser, da tauch ich alle zwei stunden zur gänze unter, und bleibe zehn minuten oder länger drinnen. hach.

leider schwitz ich auch ohne trinken, weniger ginge gar nicht gut aus. bei der ersten hitzewelle vor ein paar wochen habe ich im restaurant allerdings einen meiner eigenen rekorde gebrochen: zu hause noch ordentlich getrunken - so einen guten halben liter - dann 15 minuten bergab im schatten. es war so schwül, und ich transpirierte so, dass mir richtig schwindlig war. im restaurant dann innerhalb von 20 minuten einen liter soda-zitron, zum essen ein bierchen, nachher ein halber liter soda-zitron, danach noch wasser zum kaffe. nach insgesamt 2 stunden war ich wieder zu hause, und musste noch nicht mal für kleine mädchen.

aber auf jedem meiner medikamente steht als nebenwirkung: verstärktes schwitzen. meine haut ist schon ganz aufgebissen.

und was für ein sturm, bitte? hier weht ein wehleidiges lüfterl um die häuser.
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feuerlibelle, Fr, 9. Aug. 2013, 00:16
1. was tun mit all den medikamenten, die bei zimmertemperatur, nicht über 25º, zu lagern sind? derzeit zeigt der thermometer um den apothekerschrank 32º.
dürfen arzneimittel künftighin nur noch im kühlschrank gelagert werden? und wo trocken aufbewahren?
was mache ich nun mit dem inhalt meiner apotheke?

2. in der küche ist der vorratskasten aufgeheizt und die griffe warm. der inhalt der lebensmittelpackungen ist ebenfalls warm. auch in diesem fall steht auf den packungen der standardsatz: nicht über zimmertemperatur lagern. muss ich jetzt alle angebrochene packungen entsorgen oder was?

1. unter uns zwei klosterschwestern: bei zimmertemperatur lagern heisst bei medikamenten neuerdings 30°C - die tests bestätigen das. wurden gemacht, weil man draufgekommen ist dass man einheitlich produzierend billiger dran ist, und damit man stab.daten für heisse länder hat, hat man eben auch bei höheren temperaturen getestet. da allerdings das ändern bei "alten" zulassungen extra geld kostete, und pro land geändert wurde, und nach dem alten arzneimittelgesetz eine höhere lagertemperatur als 25°C nicht genehmigt wurde, hat man diese änderungen vielfach einfach nicht gemacht. diese lagerungstemperaturen gelten allerdings für eine lagerungszeit über die gesamte laufzeit - also mindestens zwei, höchstens fünf jahre. davon sind sie quasi lichtjahre entfernt.

natürlich legt man medikamente nicht in die sonne, aber ebensowenig in den regen. solange die sachen optisch und olfaktorisch ok sind, keine sorge. eine aufbewahrung im kühlschrank ist u.u. zerstörerischer, wenn es zu kalt darin wird (nicht unter 8°C ist die untergrenze der zimmertemperatur) können manche tabletten z.b. bröckelig werden. anfrieren ist jedenfalls zu vermeiden.
die stresstests - also hitze über mehrere tage - werden normalerweise bis 50°C geführt, das müssen medikamente aushalten, und das tun sie auch.
fette salben oder cremen kann man allerdings im kühlschrank aufbewahren, weil sie sonst flüssig werden, was das auftragen eher kompliziert macht.

2. für lebensmittel gilt natürlich ähnliches. das mhd ist ein mindeshaltbarkeitsdatum, und nicht, wie bei medikamenten, ein ablaufdatum.

der unterschied liegt darin, dass wirkstoffe nach langer lagerung möglicherweise an wirkung verlieren, ebenso soll vermieden werden dass medikamente generationenlang in schränken herumliegen und dann - riecht doch noch gut - bei ganz anderen erkrankungen, oder ungeachtet möglicher nebenwirkungen oder neuer erkenntnisse, eingenommen werden.

mehl wird ja höchstens muffig, und nudeln halten sowieso ewig, so wie hülsenfrüchte, sofern keine motten hineinkommen. gewürze können "ausrauchen" oder sich verfärben, aber eher durch luft- oder direkte sonneneinwirkung und nicht durch hitze.

im grunde dient das alles weniger der produkt- oder konsumentensicherheit, sondern mehr der versicherung des herstellers: schadenersatzklagen hat man nicht so gerne, deshalb wird die verantwortung umgewälzt.


irgendwo hab ich mal gelesen, dass ein apotheker im selbstversuch ein über 50 jahre altes aspirin genommen hat: nix is passiert. vielleicht war das zeug auch noch älter, kann mich nicht mehr erinnern, aber ich fand das toll.

unser alter chemiker hat - und das habe ich selber erlebt - eine dose desitin in der sonne stehen lassen. im bücherregal. er war ein bisserl ein chaotiker, und hatte zwanzig jahre lang dasselbe zimmer. als er in pension ging, fand sich unter vielen papieren auch diese dose: desitin ist quasi vaseline mit zinkoxid und lebertran. war oben ein wenig ranzig, aber den laboranalysen zufolge war die untere schicht völlig in ordnung.

es gibt auch eine geschichte von ganz alten konservendosen, die irgendwo bei einer expedition in sibirien verlorengegangen und dann dort ein paar jahrzehnte eingefroren waren. qualitativ war das zeug, den untersuchungen zufolge, tadellos. geschmacklich konnte man nix sagen, weil kein vergleichsware zur hand war.

ich hoffe, ich konnte ihre sorgen zerstreuen.

ich bekomme lust, das alte schmalzfass im stall zu analysieren, das steht bestimmt schon 50 jahre,

also ein hessiches blaugraues steingut mit schmalz gefüllt.
sieht obenher schlimm aus. und es steht so herum. niemand warf es weg und niemand hatte wirklich lust, sich die schweinerei anzutun, den inhalt auszukratzen um die schöne alte keramik zu reinigen damit man sie für irgendetwas verwenden kann.

kann man sich an schmalz vergiften?
vielleicht sollte ich es an die achsen unseres leiterwägelchens schmieren?

oder schlafen gehen :o)

es fällt mir auf, dass ich leider noch immer petuely-geschädigt bin (können sie sich noch an den gestrengen lebensmittelpapst der 80-er jahre erinnern?)

danke frau kelef, sie haben meine sorgen gemildert und mit den restlichen zweifeln werde ich schon irgendwie fertig.

@marion: der inhalt des alten schmalzfasses wäre sicherlich interessant. vermutlich schwer ranzig, aber ungiftig. als schmierfett aber sicherlich noch verwendbar.

@feuerlibelle: ja, der gute alte petuely, ich erinnere mich an ihn. er hat das bewusstsein geweckt für eine menge dinge, leider ging halt - wie immer - ein wenig dabei schief. die eu jetzt mir ihren vorschriften tut ein übriges dazu. käse, zum beispiel: wenn man den vor dem mhd-datum kostet, ist er meist ungeniessbar, zumindest was sorten wie camembert etc. betrifft. bei frischkäse wie ricotta ist das wiederum anders. wir hatten auch einmal ein joghurt im labor-test: der inhalt des bechers war nach einem jahr im kühlschrank immer noch tadellos: ausgezeichnete bakterienkultur. manchmal kauft man ein joghurt, das ist schon lange vor dem mhd grün besiedelt, obwohl ebenso hermetisch abgeschlossen im becher.

verlassen sie sich einfach auf ihren gesunden menschenverstand und instinkt, dann kann ihnen nix passieren.

fällt mir auch gerade ein: meine augentropfen (grüner star) müssen im kühlschrank gelagert werden. nach öffnen (verwendbar 4 wochen) kann man sie aber ausserhalb des kühlschranks aufbewahren, ohne wirkungsverlust (stress-test bis 40°C über vier wochen, den kenne ich zufälligerweise genau).

insuline müssen im kühlschrank aufbewahrt werden, aber pen-insuline (die für die kugelschreiber-spritzen) sind nach einsetzen in den pen stabil, auch wenn man sie bei der jeweils gegebenen zimmertemperatur lagert, und zwar solange wie in der ampulle was drinnen ist. in die sonne legen darf man das zeug trotzdem nicht, aber das gilt auch für batterie-radios, handys und viele andere dinge.

machen sie sich einfach keinen kopf.
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siria, Sa, 17. Aug. 2013, 00:16
Lesen Sie doch mal dies:
http://www.theintelligence.de/index.php/wissenschaft/gesundheit/5107-viel-trinken-und-wenig-salz-kann-toedlich-sein.html

danke für den verweis, liebe siria.
übrigens, herrn udo p. habe ich von einer vortragsreihe in at. noch gut in erinnerung...
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